12 h Liedolsheim

GTC Saisonfinale: spannend – spannender - am spannendsten

Vor dem letzten Rennen in Liedolsheim stand noch kein Sieger in den einzelnen Klassen fest.        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir reisten mit einem Punkt Rückstand auf den Führenden in der Masterwertung, die #169 Cool Runnings II (#75) an und waren fest entschlossen, den Mastertitel 2022 zu holen. Bei bestem Spätsommerwetter lief das Freitagstraining gut, das Kart fühlte sich gut an und das gefundene Set up versprach konkurrenzfähige an den Start gehen zu können. Im Qualifying am Samstag sollte sich dies bestätigen: In dem unglaublich engen Feld fuhren wir auf P 15 mit 0,5 sec Abstand zu           P 1. Eigentlich mussten wir nur vor unserem direkten Konkurrenten ins Ziel fahren. Nach einem harten Fight auf der Strecke konnte dies in der letzten Rennstunde nach einem unglaublich schnellen Boxenstopp umgesetzt werden. Sebastian Seidel zauberte Fabelzeiten in den Asphalt und der Abstand wurde immer größer. Das Grinsen in den Gesichtern der Crew wurde breiter und breiter. Nach der Zielflagge ging es auf die Waage – dann der Schock. Das Mindestgewicht von 180 kg wurde um 500 g unterschritten. 10 Strafsekunden wurden aufaddiert und nach 2 Stunden warten und intensiver Kontrolle durch die Rennleitung stand fest: Es fehlten 0,1 Sekunden zum Sieg… Wir mussten diese Nachricht verdauen, aber schließlich überwog die Freude. Wir beenden eine extrem aufregende Saison auf P2 in der Masterwertung 2022 und gratulieren dem verdienten Sieger Cool Runnings II– es war ein immer fairer Kampf und hat sehr viel Spaß gemacht.

Auch unserem KSR Mitglied Martin Visser aus Weiler bei Lindau sollte das letzte Rennen mit seinem Team #55 OSM an Spannung seines Gleichen suchen. In dem 12 h Rennen wurde auch in der semiprofessionellen Trophyklasse der Jahressieger erst in diesem letzten Kampf auf der Strecke entschieden. Mit P2 in der Klassenwertung trennten OSM nur 5 Punkte von Racoon Racing #69. 11 Stunden gaben die Jungs um Tim Opitz alles und konnten sich auf P 2 festsetzen. Genau 59 min vor Rennende ging nichts mehr und das Kart stand am Streckenrand. Ein Rahmenbruch ließ die Gesichter lang und länger werden. Sollte so die Saison 2022 zu Ende gehen? Nein – die Crew schweißte kurzer Hand die Bruchstelle und fügte sich wieder ins Feld ein. Die gute Position war dahin, aber das Jahr beendete das Team nicht in der Box sondern auf der Strecke – das ist Sportsgeist! Am Ende wurden sie mit dem 2. Platz in der Jahreswertung belohnt – ein hart erkämpfter und hoch verdienter Podiumsplatz.

Felix Seidel und sein Team #006 Mannfilter wollten mit der gelben Mamba endlich zeigen, was im Kart und in der Mannschaft steckt. Höhen und Tiefen haben die Saison geprägt. Fabelzeiten auf der Strecke wurden von technischen Defekten, Pech bei Safetykartphasen und unverschuldeten Unfällen überschatten. Doch auch in diesem Rennen fuhr der Renngott Achterbahn mit den Gefühlen. Nach einer starken Startphase brach eine Schraube in der Kupplung. Ettliche Runden wurde das Team nach hinten gespült und startet eine sagenhafte Aufholjagt über viele Rennstunden. Kurz vor Ende der 12 h fand man sich unter den Top 10 wieder – doch dann sollte es wieder geschehen: die #006 stand auf der Wiese und musste geborgen werden. Zwei Motorböcke waren gebrochen - das gab es noch nie.

 

 

 

 

 

Die Saison 2022 muss aufgearbeitet und analysiert werden. Viele sehr gute Aspekte sind zu verzeichnen: hervorragende schnelle Boxenarbeit, konstant schnelle Fahrer, sehr gute Setuparbeit und ein starker Teamzusammenhalt. Nun fehlt es noch ein dem Quäntchen Glück, welches immer dazugehört.  

Ungaublich packend und spannend war wiedereinmal der Kampf an der Spitze zwischen #44 Kurtz & Paffrath Motorsport und dem #15 ADAC Junior-Team Südbayern. Von Anfang an waren diese beiden eine Klasse für sich. Die Entscheidung über P1 im Rennen fiel erst kurz vor der Zielflagge - das ist Motorsport vom Feinsten. Großen Respekt  und herzlichen Glückwunsch.

Die GTC Jahreswertung gewinnt #5 ATW Racing. Die Mannschaft war konstant schnell, machte die wenigsten Fehler und fuhr immer ganz vorne mit. Was für ein Sieg für die Crew um "Armins Traumwerkstatt"!

Wir beschließen zufrieden die Saison 2022, freuen uns, dass alle Rennen gefahren werden konnten nach den beiden Jahren mit Corona-Einschränkungen und schauen zuversichtlich in die Zukunft. In 2023 greift KSR wieder voll an über die gesamte Distanz – seid dabei und fiebert mit!

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