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7. GTC Rennen Liedolsheim 12 h

Alles gegeben – gekämpft bis zu zuletzt – am Ende ein versöhnlicher Saisonabschluss

 

Zum letzten Mal in diesem Jahr trafen wir uns im Süden Deutschlands an der Kartbahn in Liedolsheim. Unser Team wartete mit maximaler Unterstützung auf und wir atmeten die GTC-Luft ganz tief ein. Das letzte Rennen der Saison lag vor uns. 4 Teams konnten sich noch berechtigte Hoffnungen machen, auf P 2 in der Trophyjahreswertung. Wir gingen als amtierender Vizemeister ins Rennen – Spannung pur war garantiert. Bereits in der Startphase verabschiedete sich ein Konkurrent (#53) – damit waren es nur noch 3… Lenny gibt alles im ersten Stint – unsere Susi läuft gut. Doch bereist im folgenden Stint von Felix fielen immer wieder kleine Motoraussetzer auf. Die Köpfe rauchten: Zündkerze, Vergaser?!?!? Ein mega Wechsel ohne Anstehen an der Waage oder Tankbox auf Tizian – unsere härtesten Konkurrenten #52 kämpfte mit Problemen beim Tanken und wir robbten uns Stück für Stück im Feld nach vorne, P 9 gesamt, P 3 in der Trophy. Das Problem Zündkerze lösten wir beim Wechsel auf Leandro – der den ersten Moppelstint mit 190 kg absolvierte. Und: es lag tatsächlich ein Wackelkontakt vor. Auch Felix zeigt in seinem 190 kg Stint was er kann – wurscht, ob da noch 10 kg mehr drin sind! Lenny übernimmt wieder und holt alles aus unserem Kart raus. Der letzte Stint für heute beendet die heavy hour und morgen sollte es dann mit 180 kg für jeden nochmal ganz nach vorne gehen. Unser Teamzelt ist gut gefüllt und die Riesentöpfe werde von unserer hungrigen Crew ratzeputz leer gegessen. Wieder zeigen wir, dass jeder mit anpackt und wir so gemeinsam jedes Rennwochenende zu einem Teamerlebnis machen – Superteam!

Die am 2. Tag stattfindende Sonderwertung sollte nochmal wertvolle Punkte bringen – wir sind im Vizemeisterkampf auf jeden Zähler angewiesen. Leider hat sich das Problem der Motoraussetzer nicht völlig erledigt, sondern trat immer wieder auf. In einigen Kurven setzt der Motor einfach aus und die Kraft aus den Ecken zu kommen ist perdü… Jedoch haben auch andere Teams mit großen und kleinen Problemen zu kämpfen – wir bleiben positiv und kampfeslustig. Beim Schieben des Karts aus dem parc fermet nahmen Felix und Lenny prüfende Blicke übers Kart vor. Wird alles halten? Lenny übernimmt wieder den Start und macht in 17 min 9 Plätze gut und übergibt auf Tizian! DAS TREIBT UNS EIN BREITES GRINSEN INS GESICHT! Er übergibt auf P 3 gesamt – das ist KSR, Zusammenhalt, Kämpfen, alles geben und nie aufgeben. Doch dann… ein riesen Schockmoment. Unser Teamchef Christian wird zur Rennleitung zitiert und es wird im mitgeteilt, dass wir eine 3 min Strafe bekommen, wegen angeblichem Schrauben am Kart in der Startaufstellung. Uns bleibt die Luft weg. WHAT??? Aber es ist wie es immer ist – Diskussion hat keinen Sinn. Wir sind völlig entsetzt, zumal das Anwenden der GTC-Regeln nicht immer bei allen Teams gleich gehandhabt wird… -wir haben keine Chance. ABER – KSR wäre nicht KSR, wenn wir nicht sofort wieder in den Fight Modus schalten würden. Wir beschließen beim Stopp, der nach der Strafe absolviert wird: Reifenwechsel, Vergaserwechsel und dann: Mund abputzen und Gas geben. Tizian nutzt das neue Setup und fliegt über den Asphalt von Liedolsheim. P 3 in der Trophyjahreswertung – den lassen wir uns nicht wegnehmen. Auch Leandro kann die Pace der neuen Reifen und die nun wieder vollständige Motorleistung nutzen und liefert gute Zeiten ab. Beim Wechsel auf Felix fährt ganz kurz vor der Box noch ein Kart vor ihm in die Boxengasse – über die durchgezogene weiße Linie. Leider wird dies nur in der Formel 1 geahndet, in der GTC – so what. Damit verlieren wir auf der Waage wertvolle Zeit. Felix lässt sich die Freude aber nicht nehmen und zeigt im letzten Stint unglaublichen Kampfgeist. Jede Runde mit voller Konzentration – jede Runde wird er gefeiert von unserer Crew – jede Runde gibt es einen riesen Applaus vom Rand der Strecke – wegen dieser positiven Gefühle machen wir das. Ein Teamerlebnis, das zusammenschweißt. Und: Wir haben es geschafft, trotz der extrem harten 3 min Strafe ist es uns gelungen, den Pokal in der Trophywertung zu sichern. Eine mega Leistung des ganzen Teams und ein versöhnlicher Abschluss der Saison. Ein kleiner Wehrmutstropfen – ES WÄRE NE MENGE MEHR DRIN GEWESEN IN DIESEM JAHR.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir blicken sehr stolz zurück auf 10 Jahre KSR 2015 – 2025. Was haben wir alles erreicht und erlebt. Erinnerungen, die immer bleiben werden!